SiGe-Koordination

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination

Das Gefahrenpotential auf Baustellen ist hoch. Dies wird durch entsprechende Unfallzahlen immer wieder belegt. Am 10. Juni 1998 ist die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen in Kraft getreten. Danach ist ab einer bestimmten Größe einer Baustelle und, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden oder besonders gefährliche Arbeiten (z.B. unterirdische Erdarbeiten, Tunnelarbeiten, Arbeiten mit Absturz- oder Verschüttungsgefahren, usw.) ausgeführt werden, die Koordination der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes durch einen oder mehrere Koordinatoren (SiGeKo) zu gewährleisten. Aufgabe eines Koordinators (SiGeKo) ist es:

  • die Maßnahmen nach Arbeitsschutzgesetz und dessen Anwendung zu koordinieren
  • einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan vor der Einrichtung der Baustelle auszuarbeiten oder ausarbeiten zu lassen und diesen bei erheblichen Änderungen in der Bauphase zu ändern oder ändern zu lassen
  • Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenzustellen, die bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigen sind
  • die Pflichterfüllung der Arbeitgeber und Unternehmer ohne Beschäftigte nach dieser Verordnung zu kontrollieren
  • die Zusammenarbeit der Arbeitgeber zu organisieren
  • die Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Arbeitsverfahren durch die Arbeitgeber zu koordinieren